Enduro World Series in Punta Ala (ITA)

Balz Weber startet am ersten Enduro World Series-Rennen der Mountainbike-Geschichte.

Lange hat man in der Mountainbike-Szene auf diesem Moment hin gewartet. Der erste Lauf der im Herbst 2012 angekündigten Enduro World Series startet im Toskanischen Punta Ala, vor einer herrlichen Mittelmeerkulisse. Nicht weniger als 14 Weltmeister aus verschiedensten Disziplinen des Bike-Sports wollen dabei sein, wenn ein neues Kapitel in der Geschichte des Mountainbike-Rennsports geschrieben wird. Darunter einen Grossteil der Downhill-Weltelite und ein noch grösserer Teil ausgewiesener Enduro-Spezialisten.

Balz Weber der dem professionellen Radsport vor zwei Jahren adieu gesagt hat und einer der 14 Weltmeister ist, lässt es sich nicht nehmen bei diesem Bike-geschichtlichen Grossereigniss teilzunehmen. Als einer von fast 500 startenden, lässt er sich nicht auf Prognosen ein. Bei diesem hochkarätigen Fahrerfeld könne er froh sein, wenn er überhaupt unter die ersten 100 komme, kommentiert Weber seine Unsicherheit.

Gegen 11 Uhr ist es soweit, Balz kann endlich losfahren. Rechtzeitig beim Start zur ersten Abfahrtsetappe angekommen gilt es kurz die Protektoren zu richten, den Helm zu wechseln und nochmals durchzuatmen. Die erste Etappe führt bereits durch technisch anspruchsvolles Gelände und hat eine rund 30-Sekündige Gegensteigung drin. Nach mehr als sechs Minuten Abfahrtszeit kommt Balz sturzfrei und ausser Atem am Ende der Etappe an. Schnell den Helm wechseln, Protektoren verstauen und wieder 40 Minuten zur zweiten Etappe hochpedalieren. Die zweite ist sogleich die schwierigste und längste Etappe. So ziemlich alle Fahrer haben enormen Respekt davor. Pünktlich gestartet überholt Weber insgesamt sechs der vor ihm gestarteten Fahrer und freut sich, unten angekommen, über die gelungene Abfahrt.

Die letzten zwei der vier Etappen gelingen nicht mehr wie gewünscht. Die Konzentration lässt mit der Müdigkeit nach und Fahrfehler schleichen sich ein. Glücklicherweise ohne Folgen. Dennoch beendet Weber das über sechs Stunden dauernde Rennen auf dem guten 78. Rang. «Nicht schlecht, angesichts der Vorbereitung, den vielen Weltklassefahrern und meinen Erwartungen bin ich zufrieden!»

Als Sieger geht der zweifache Downhill-Weltmeister aus dem Rennen. Dieser setzt seit dem Ende seiner Downhill-Karriere vollumfänglich auf die Karte Enduro und gehört einem grossen Enduro-Werksteam an.

Enduro war bis anhin eher eine Nebendisziplin der Mountainbike-Sports. Das Interesse der Fahrer weckte auch das Interesse der Mountainbike-Branche und so wuchs die Bewegung stetig. Einen Vorstoss diese Disziplin ins offizielle Weltcup-Programm aufzunehmen stiess beim Radweltverband auf Ablehnung. Darauf hat sich eine eigene Interessensgruppe gebildet und auf diese Saison die unabhängigen Enduro World Series ins Leben gerufen.

Enduro verkörpert das Mountainbiken in seiner ursprünglichen Form. Den Berg hochfahren und dann in vollen Zügen die Abfahrt geniessen. Die Rennen funktionieren folgendermassen. Jeder Fahrer erhält eine Start- und ein Ankunftszeit. Dazwischen muss er vier bis fünf Abfahrtsprüfungen auf Zeit fahren bei denen er jeweils zu einer bestimmten Zeit am Start sein muss. Verfehlt man die Karenzzeit auf den Verbindungsetappen, bekommt man die Zeit die man zu spät kommt, auf die Laufzeit der Abfahrtsprüfung aufgebrummt. So muss der Fahrer nebst einer guten Technik und Kraft auch ein gutes Ausdauervermögen haben. Verpflegung und Protektoren, sowie Reparaturmaterial müssen die Fahrer selbst mitnehmen. Hilfe von aussen ist dabei verboten.

Fotolinks

http://www.flickr.com/photos/superenduromtb/8748114796

http://www.flickr.com/photos/superenduromtb/8750694554

http://www.flickr.com/photos/superenduromtb/8746993993

 

www.enduroworldseries.com

 

 

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